
Sehr wichtig ist mir, Menschen bewusst zu machen, dass es in vielen Fällen nicht erst zu Schmerzen im Alltag oder beim Sport kommen muss (abgesehen z.B. von Unfällen), um feststellen zu können, dass etwas nicht stimmt.
Das Auftreten der klassischen „Entzündungszeichen“ Schmerz, Erwärmung, Rötung, Schwellung und Funktionseinschränkung ist meistens der Moment, an dem einem Menschen bewusst wird, dass etwas passiert ist.
Problem dabei ist, dass all dies Spätindikatoren sind.
Das heißt, dass tatsächlich bereits etwas geschehen ist – Gewebe wurde verletzt/überlastet.
Diese Entzündungszeichen oder Spätindikatoren sind Zeichen dafür, dass das Gleichgewicht aus Belastung und Belastbarkeit gestört wurde!
Mein Zugang ist, sich an Frühindikatoren zu orientieren, die es einem ermöglichen, eine zugrunde liegende Problemstellung zu erkennen und gegebenenfalls zu verändern, noch bevor die Spätindikatoren einem zeigen, dass schon etwas geschehen ist.
Benötigt wird also ein Diagnosewerkzeug, welches spezifisch, messbar und reproduzierbar ist, um potentielle Probleme vorzeitig zu erkennen, noch bevor sie sich manifestieren.
Zu erlernen, sich in einer sicheren Umgebung (=Training) mit guter Körpermechanik zu bewegen, ist der Grundstein dafür, dass man Bewegungsmuster auch in Stress-Situationen (Alltag, Match, Wettkampf etc.) optimieren kann.
Im Rahmen der präventiven Physiotherapie erhalten Sie das Angebot, zu erlernen, wie Sie Ihren Körper, im Alltag wie im Sport, sicherer und zugleich leistungsfähiger einsetzen.
Sie verbessern den Bezug zu Ihrem Körper und verstehen, dass Sie sich zumindest ein bisschen mit ihm auseinandersetzen und ihn pflegen müssen.
Auf Gewebeebene besteht ein Missverhältnis zwischen Belastung und Belastbarkeit. Betroffene Gewebearten können beispielsweise sein: Muskel, Sehne, Band, Faszie, Knochen, Bandscheibe, Meniskus etc. Häufig ist einer der folgenden zwei Gründe ausschlaggebend für Probleme am Bewegungsapparat:
Funktionseinschränkung durch langfristige Überlastung (nicht adäquate Traumata). Klassische ärztliche Diagnosen, die oft mit diesem Problemtyp einhergehen sind beispielsweise:
Funktionseinschränkung durch kurzfristige Überlastung. Ein plötzlich auftretendes, unvorhersehbares Ereignis (Trauma/Unfall), verursacht eine adäquate Überlastung eines Gewebes (Frakturen, Risse, etc.). Beispiele hierfür sind unter anderem:
Im Rahmen des physiotherapeutischen Prozesses gilt es, zu Therapiebeginn mithilfe der Anamnese herauszufinden, ob ein adäquates Trauma oder eine langfristige Überlastung eines Gewebes die Ursache des vorliegenden Problems darstellt. Der Therapie-Aufbau orientiert sich folglich unter anderem an diesem wichtigen Aspekt.